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Die wichtigsten häufig gestellte Fragen (FAQ)

 
  1. Was ist der Unterschied zwischen einem Solarmodul und einem Sonnenkollektor?
  2. Was bedeutet PV?
  3. Was ist Photovoltaik?
  4. Was bedeutet kWp?
  5. Was bedeutet Wp?
  6. Was bedeutet kWh?
  7. Was ist Solarenergie?
  8. Wie funktioniert eine PV- Anlage?
  9. Was sind monokristalline, polykristalline und Dünnschicht- Zellen?
  10. Was bedeutet Wirkungsgrad bzw. Leistung einer Solar Zelle?
  11. Was ist eine netzgekoppelte PV-Anlage?
  12. Was ist eine autonome bzw.netzautarke PV-Anlage?
  13. Kann ich das Solarmodul anfassen, ohne einen Stromschlag zu bekommen?
  14. Wie hoch ist die Lebensdauer einer Solarstromanlage?
  15. Muss ich die Anlage wöchentlich putzen?
  16. Muss ich die Anlage gegen Schnee schützen?
  17. Ist die Gefahr eines Blitzschlags größer, wenn ich eine PV-Anlage auf dem Dach installiere?
  18. Produziert meine Anlage Strom, wenn die Sonne nicht scheint?
  19. Was ist das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG)?
  20. Wie hoch ist die Einspeisevergütung?
  21. Was zahlt mein Energieversorger an mich?
  22. Wie lange dauert es, bis sich meine Solaranlage finanziell amortisiert?
  23. Inwiefern rechnet sich meine Anlage?
  24. Welchen Beitrag leiste ich für die Umwelt?
  25. Was ist eigentlich die Energetische Amortisationsdauer?
  26. Welche Folgekosten kommen auf mich zu?
  27. Brauche ich eine Baugenehmigung?
  28. Was versteht man unter Dachneigung?
  29. Was ist die optimale Ausrichtung einer Solaranlage?

1. Was ist der Unterschied zwischen einem Solarmodul und einem Sonnenkollektor?

In einem Sonnenkollektor wird Wasser mit Hilfe von Sonnenlicht erwärmt und für den täglichen Warmwasser- bzw. Heizenergiebedarf bereitgestellt. In einem Solarmodul (auch PV-Modul oder Solargenerator genannt) wird das Licht direkt in elektrischen Strom umgewandelt.

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2. Was bedeutet PV?

PV ist die internationale Abkürzung für photovoltaische Umwandlung und meint den physikalischen Vorgang, bei dem Sonnenlicht über eine Solarzelle in Elektrizität umgewandelt wird.

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3. Was ist Photovoltaik? Photovoltaik bezeichnet die direkte Gewinnung von elektrischem Strom aus Sonnenlicht (auch photovoltaischer Effekt). Im Jahr 1839 wurde das den Solarzellen zugrundeliegende Phänomen, der sogenannte Photoeffekt, von dem französischen Physiker Alexandre Edmond Becquerel entdeckt. Die photovoltaische Zelle wurde jedoch erst um 1950 entwickelt.

Seitdem werden Solarzellen beispielsweise für die Raumfahrt, für Taschenrechner, Uhren und Notrufsäulen verwendet – die dominierende Anwendung ist mittlerweile jedoch die Einspeisung in das öffentliche Netz.

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4. Was bedeutet kWp?

Kilowatt peak (kWp) gibt die Leistung eines PV- oder Solarmoduls an und beschreibt die Leistung unter genormten Testbedingungen, dem STC (1.000 W/qm Einstrahlung, 25 °C Modultemperatur, Lichtspektrum „AM1,5“).

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5. Was bedeutet Wp?

Die Abkürzung Wp steht für Watt-Peakleistung [Wp (1.000 Wp = 1 kWp)] . Dies ist die Nennleistung, also die Leistung, die unter bestimmten Prüfbedingungen (s. kWp) erreicht wird. Wp bezeichnet also nicht etwa die regelmäßige Leistungsabgabe, sondern vielmehr die Höchstleistung eines Moduls unter optimalen Bedingungen.

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6. Was bedeutet kWh?

kWh ist die Abkürzung für Kilowattstunde. Die kWh ist die Einheit für die produzierte Energie. 1 kWh entspricht einer über eine Stunde kontinuierlich erzeugten Leistung von 1.000 W. In der gleichen Einheit rechnet der Energieversorger Ihren Strombezug ab.

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7. Was ist Solarenergie?

Solarenergie ist die Energie, die aus der Sonneneinstrahlung gewonnen wird. Die Sonne ist die größte und ergiebigste Energiequelle, die der Menschheit zur Verfügung steht. Selbst in der Entfernung, in der die Erde um die Sonne kreist (150 Mio. km), liefert sie ohne Unterlass enorme Energiemengen in Form von Strahlungsenergie: Pro Tag ca. die 15.000-fache Menge des täglichen Primärenergie-Bedarfs der gesamten Erdbevölkerung. Das bedeutet: Mit Solarkraftwerken auf einer Fläche von nur 3 % der Sahara ließe sich der Energiebedarf Europas und Afrikas decken.Die Solarenergie gehört zu der Gruppe der Erneuerbaren Energien. Mit diesem Begriff bezeichnet man alle Energieformen, die innerhalb eines überschaubaren Zyklus, i.d.R. einer Generation, durch Sonnenenergie wiederhergestellt werden können. Solarenergie ist eine direkte Nutzungsform, Wind eine indirekte. Biomasse wie Holz, Gräser oder Biogas ist gespeicherte Sonnenenergie. Alle diese Energieformen zusammen bilden die Basis für eine nachhaltige Energiewirtschaft.

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8. Wie funktioniert eine PV-Anlage?

Einzelne Solarzellen werden zu sogenannten Solarmodulen (auch PV-Module oder Solargeneratoren genannt) verschaltet, die Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandeln: Sobald (Sonnen-) Licht auf ein PV-Modul einstrahlt, wird die Energie der Strahlung in Gleichstrom umgewandelt. Anschließend wird der produzierte Gleichstrom mit Hilfe eines Wechselrichters in netztauglichen Wechselstrom transformiert. Der Wechselrichter wird an einer geeigneten Stelle zwischen Solarmodulen und Zählerkasten angebracht. Ein PV-Modul nutzt also das Licht der Sonne und liefert selbst dann noch Strom, wenn der Himmel bewölkt oder gar bedeckt ist. Selbst bei Kunstlicht ist das PV-Modul funktionstauglich. Natürlich hängt der Ertrag von der Lichtmenge ab.

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9. Was sind monokristalline, polykristalline und Dünnschicht-Zellen?

Je nach Kristallart unterscheidet man drei Zelltypen: monokristallin, polykristallin und amorph. Zur Herstellung von monokristallinen Siliziumzellen verwendet man hochreines Halbleitermaterial: Aus einer Siliziumschmelze werden einkristalline Stäbe gezogen und anschließend in dünne Scheiben gesägt. Dieses Herstellungsverfahren garantiert relativ hohe Zellwirkungsgrade, sagt aber nichts direkt über die Effizienz eines Moduls aus. Monokristallines Material stammte ursprünglich ausschließlich aus der Chipproduktion. Kostengünstiger ist die Herstellung von polykristallinen Zellen . Dabei wird flüssiges Silizium in Blöcke gegossen, die anschließend in Scheiben gesägt werden. Bei der Erstarrung des Materials bilden sich unterschiedlich große Kristallstrukturen aus, an deren Grenzen Defekte auftreten. Diese Kristalldefekte haben einen geringeren Wirkungsgrad der Solarzelle zur Folge, die im Modul aber oft kompensiert werden, da im Unterschied zu monokristallinem Material rechteckige Zellen und damit eine bessere Flächenausnutzung möglich wird. Wird auf Glas oder anderes Substratmaterial eine photovoltaisch aktive Schicht abgeschieden, spricht man von Dünnschichtzellen . Die Schichtdicken betragen weniger als 1 µm (Dicke eines menschlichen Haares: 50-100 µm), so dass die Produktionskosten allein wegen der geringeren Materialkosten niedriger sind. Die Wirkungsgrade von Dünnschichtzellen liegen allerdings noch weit unter denen der kristallinen Zelltypen. Es gibt eine Vielzahl von Dünnschichttechnologien mit unterschiedlichen Eigenschaften. Ihre Bedeutung wird in Zukunft noch zunehmen, bisher werden sie hauptsächlich im Kleinleistungsbereich (Uhren, Taschenrechner) oder als Fassadenelemente eingesetzt.

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10. Was bedeutet Wirkungsgrad bzw. Leistung einer Solar Zelle?

Die Leistung (Produkt aus Strom und Spannung) einer Solarzelle ist temperaturabhängig. Höhere Zelltemperaturen führen zu niedrigeren Leistungen und damit zu einem schlechteren Wirkungsgrad (höhere Temperatur=höherer elektrischer Widerstand). Der Wirkungsgrad an sich (auch Zellwirkungsgrad genannt) gibt an, wieviel von der eingestrahlten Lichtmenge in nutzbare elektrische Energie umgewandelt wird. Je höher der Wirkungsgrad einer Zelle, desto besser ist ihre Fähigkeit, Lichteinstrahlung in Strom umzuwandeln. Und je höher der Wirkungsgrad, umso mehr Leistung generiert eine bestimmte Solarfläche. So erzeugt ein Solarmodul mit einem Wirkungsgrad von 12,5 % eine Leistung von 125 Wattpeak pro Quadratmeter, bei einem Wirkungsgrad von 10 % eine Leistung von 100 Wattpeak (bei Standardtest-Bedingungen mit 1000 Watt Lichteinstrahlung pro Quadratmeter). Also produziert das 1. Modul bei gleicher Anlagengröße 25 % mehr Solarstrom im Jahr.

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11. Was ist eine netzgekoppelte PV-Anlage?

Ein netzgekoppeltes PV-System ist an die öffentliche Stromversorgung angeschlossen. In Deutschland wird der von einer solchen Anlage produzierte Strom direkt ins Stromnetz eingespeist und mit einer gesetzlich garantierten Mindestvergütung (von z.B. 46,7 Eurocents pro kWh bei Anlagen bis 30 kWp ab 2008) vergütet. Das Stromnetz funktioniert wie ein großer See, der aus den unterschiedlichsten Quellen gespeist wird und an einer Vielzahl von Zapfstellen (Haushalte, Gewerbe, Industrie) Wasser abströmen lässt. Je mehr Solarstrom ins Netz fließt, desto sauberer wird der Stromsee.

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12. Was ist eine autonome bzw. netzautarke PV-Anlage (auch Insel-Anlage)?

Autonome Systeme findet man dort, wo keine Netzanbindung vorhanden ist oder eine solche Anbindung im Vergleich zum geringen Elektrizitätsbedarf zu kostspielig wäre. Einige Beispiele sind die Leuchtbojen auf See, Straßenlaternen auf abgelegenen Grundstücken, die Beleuchtung von Autobahnschildern und Ähnliches. Während sie in Mitteleuropa eher eine Nischenanwendung darstellen und nur dort eingesetzt werden, wo ein Anschluss an das öffentliche Netz unwirtschaftlich wäre, sind sie für viele Regionen der Welt die einzige Möglichkeit, Elektrizität ökologisch und ökonomisch sinnvoll bereitzustellen. Damit erschließt sich durch PV für Milliarden von Menschen die Möglichkeit, auch nach Sonnenuntergang noch Tätigkeiten zu verrichten, ohne dabei auf teure Brennstoffe angewiesen zu sein oder sich mit den Abgasen von billigem Brennstoff zu vergiften.Solche Systeme arbeiten i.d.R. mit Gleichstrom und einem Batteriepuffer.

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13. Kann ich das Solarmodul anfassen, ohne einen Stromschlag zu bekommen?

Selbstverständlich fließt an dem Solarmodul selbst kein Strom. Trotzdem fallen durch eine Serienverschaltung der Module im System gefährliche Spannungen an. Durch hohe Schutzanforderungen an unsere Module sind sie aber ebenso sicher, wie andere elektrische Geräte im Haus. Bei Paralellverschaltung ist diese Gefahr nicht gegeben.

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14. Wie hoch ist die Lebensdauer einer Solarstromanlage?

Ein PV-Modul hat eine durchschnittliche Lebensdauer von über 30-40 Jahren. Die Standzeit des Wechselrichters ist grundsätzlich auf mehr als 20 Jahre ausgelegt, was aber nicht immer erreicht wird – bei Bedarf ist ein Ersatz bzw. der Austausch bestimmter Teile im Wechselrichter jedoch zu vertretbaren Kosten problemlos möglich. Für das Gesamtsystem ist es auf Basis öffentlich verfügbarer Einstrahlungsdaten zumindest auf jährlicher Basis möglich, etwaige Effizienzverluste zu erkennen. Unsere Fachleute können die Ursache ggf. zügig analysieren und auf Wunsch beheben.

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15. Muss ich die Anlage wöchentlich putzen?

Die PV-Anlage ist absolut pflegeleicht: Der Regen sorgt dafür, dass die Module sauber bleiben. Vorausgesetzt, der Neigungswinkel beträgt mindestens 10 bis 15 Grad. Falls notwendig, können die Module natürlich mit einem Tuch geputzt werden, zum Beispiel bei der Reinigung der Dachrinnen.

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16. Muss ich die Anlage gegen Schnee schützen?

Jede Sunnylight-Anlage wird so befestigt, dass sie auch extremen Wetterbedingungen widersteht. Außerdem wird für die Module gehärtetes Sicherheitsglas verwendet: Sturm, Schnee und strenger Frost sind damit kein Problem. Auch Hagel widerstehen die Module unter allgemeinen Bedingungen. Gegen Wetterextreme empfiehlt sich eine Versicherung, die nach Erfahrung der Versicherungswirtschaft allerdings nur äußerst selten zur Auszahlung kommt.

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17. Ist die Gefahr eines Blitzschlags größer, wenn ich eine PV-Anlage auf dem Dach installiere?

Untersuchungen haben ergeben, dass die Gefahr eines Blitzschlags nicht größer wird, wenn man eine PV-Anlage auf dem Dach installiert. Allerdings ist die Elektronik, vor allem der Wechselrichter, sehr empfindlich. Das bedeutet, dass die PV-Anlage bei einem Blitzschlag in der näheren Umgebung Gefahr läuft, beschädigt zu werden. In einem solchen Fall spricht man von indirektem Blitzeinschlag. Die Gefahr von Induktionsschäden ist äußerst gering, doch wenn es dazu kommt, ist der Schaden groß: Ein Kurzschluss als Folge von Blitzschlag kann zahlreiche Geräte zerstören. Allerdings sind Induktionsschäden in manchen Fällen von der Hausratversicherung gedeckt – die Solargeneratoren sind also mit versichert.

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18. Produziert meine Anlage Strom, wenn die Sonne nicht scheint?

Es kann passieren, dass an einem leicht bewölkten Tag im Mai ein höherer Ertrag gemessen wird als an einem strahlenden, warmen Tag im August (wer über ein Ertragsanzeigegerät verfügt, kann dies selbst beobachten). Das liegt u.a. daran, dass der Wirkungsgrad des Solarmoduls, also die Effizienz, mit der das Sonnenlicht in Strom umgewandelt wird, abnimmt, wenn sich das Modul erwärmt.

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19. Was ist das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG)?

Der Strom aus einer PV-Anlage ist, legt man die Anschaffungskosten von Modul und Zubehör zu Grunde, immer noch wesentlich teurer als der von den Energieversorgungsunternehmen angebotene Strom. Durch die Entwicklung zu einem Massenmarkt aber kann Solarstrom in den kommenden Jahrzehnten wettbewerbsfähig werden. Dies ist erklärtes politisches Ziel, weil es nicht nur der Wirtschaft einen riesigen Zukunftsmarkt eröffnet, sondern zugleich die Entwicklung einer Technologie sicherstellt, die für eine nachhaltige Energieversorgung zukünftiger Generationen sorgt. Damit sich die Investition schon heute rechnet, garantiert das Erneuerbare-Energien-Gesetz den Betreibern von Solaranlagen seit dem 1. April 2000 zwanzig Jahre lang eine feste Mindestvergütung für jede produzierte und ins Netz eingespeiste Kilowattstunde (kWh) Strom. Seit dem 1. 8. 2004 gilt eine für die PV in vielen Details verbesserte Fassung.

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20. Wie hoch ist die Einspeisevergütung?

Weil das zusätzliche 100.000 Dächer Förderprogramm im Sommer 2003 ausgelaufen ist, wurde die Mindestvergütung für Dachanlagen bis 30 kWp (Kilowatt peak) ab Januar 2004 von 45,7 auf 57,4 Eurocents pro Kilowattstunde (netto) erhöht. Der örtliche Energieversorger ist verpflichtet, den Solarstrom unverzüglich abzunehmen und zwanzig Jahre lang mit der entsprechenden Mindestvergütung zu bezahlen. Im jedem weiteren Jahr sinkt die Mindestvergütung jährlich um 5%, für das Jahr 2005 galt also 54,5 Cent/kW usw., für nächstes Jahr (2008) also 46,7 Cent/kW, jeweils immer 20 Jahre lang.

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21. Was zahlt mein Energieversorger an mich?

Bei einem durchschnittlichen Ertrag von 1.000 kWh pro Jahr für eine Solaranlage mit einer Spitzenleistung von 1 kWp zahlt der Energieversorgerim Jahr 2008 rund 468,00 €, in zwanzig Jahren also insgesamt 9.348,-- €. Mit Abgabe der Umsatzsteuervormeldung beim Finanzamt erhält der Betreiber die Mehrwertsteuer für seine Anlageninvestition zurück und stellt fortan seinem Energieversorger mit der Einspeisevergütung auch die Umsatzsteuer von 19 % in Rechnung, die wiederum fortlaufend ans Finanzamt weitergeleitet werden muss.

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22. Wie lange dauert es, bis sich meine Solaranlage finanziell amortisiert?

Ab welchem Jahr sich eine Solaranlage finanziell amortisiert, hängt von den Investitionskosten und damit den Verkaufspreisen ab. In der Regel gilt jedoch: Je größer die Anlage, desto günstiger der Preis pro kWp und desto früher amortisiert sich die Anlage. Das EEG ist so konzipiert, dass es für große Teile Deutschlands einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen zulässt.

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23. Inwiefern rechnet sich meine Anlage?

Eine generell gültige Wirtschaftlichkeitsberechnung lässt sich nicht erstellen. Ob und wie wirtschaftlich eine Anlage ist, hängt nicht nur von den Anlagenkosten und zu erwartenden Solarerträgen, sondern auch von der Gesellschaftsform bei gewerblichen Betreibern und natürlich steuerlichen Einflüssen ab. Doch auch der Anteil des Eigenkapitals sowie die Höhe der Zinsen für eine Fremdfinanzierung spielen eine große Rolle. Die über 20jährige Einspeisevergütung und hohe Zuverlässigkeit der Systeme erlaubt allerdings den Vergleich mit einer festverzinslichen Geldanlage.

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24. Welchen Beitrag leiste ich für die Umwelt?

Natürlich investiert man mit einer eigenen Solarstromanlage auch in die Umwelt. So bewirkt eine PV-Anlage mit einer Modulfläche von z.B. 8,5 Quadratmetern und einer Leistung von 1 kWp bei einem durchschnittlichen Jahresertrag von 850 kWh beispielsweise eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes in die Atmosphäre von rund 700 kg pro Jahr, das sind 14 Tonnen in 20 Jahren. Außerdem kann mit einer Anlage in dieser Größe das eigene Solardach etwas mehr als ein Viertel des Stromverbrauchs für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt liefern. Fast wichtiger jedoch ist, dass Sie mit dieser Kaufentscheidung einen Markt ankurbeln, der Produkte entwickelt, die mit geringeren Kosten wesentlich mehr CO2 einzusparen helfen.

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25. Was ist eigentlich die Energetische Amortisationsdauer?

Unter Energetischer Armotisationsdauer (Energierücklaufzeit oder auch Erntefaktor) versteht man die von einer Solaranlage benötigte Zeitspanne, um die Energiemenge zu erzeugen, die für die Herstellung der Anlage gebraucht wurde. PV-Anlagen auf der Basis von amorphem Silizium haben laut einer Studie der TU Berlin eine energetische Amortisationszeit von 17 bis 41 Monaten, kristalline Module bewegen sich in einer ähnlichen Größenordnung, wobei monokristalline Module wegen des aufwändigeren Kristallisationsverfahrens geringfügig schlechter abschneiden. Kraftwerke hingegen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, können sich nicht energetisch amortisieren, da ständig weitere Brennstoffe verbraucht werden. Studie: Ein Solarmodul produziert die eingesetzte Energie innerhalb von drei Jahren. Eine der Möglichkeiten, Energieerzeugungsverfahren zu vergleichen, ist neben bekannten Kriterien wie dem Kostenaufwand und der Beeinflussung der Umwelt der Zeitraum, innerhalb dessen man die Energie, die für die Herstellung der Anlage verbraucht wurde, mit dieser Anlage erzeugen kann. Beispiel: Mit fossilen Brennstoffen, Wasserkraft oder Kernenergie betriebene Großkraftwerke erfordern erhebliche Mengen an Energie für ihren Bau. In einer neuen Studie von „Energy and Environment Economics“ wird nachgewiesen, dass es nur ein bis drei Jahre dauert, bis ein Solargenerator die für seine Herstellung eingesetzte Energie selbst erzeugt hat. In der Studie wurde die Herstellung von zwei Arten von Solargeneratoren in einer Fabrik von Siemens Solar Industrie untersucht. Es wird erwartet, dass die Module bis zum Ende ihrer Lebensdauer 9- bis 17-mal so viel Energie erzeugen werden, wie für die Herstellung benötigt wird.

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26. Welche Folgekosten kommen auf mich zu?

Neben den einmaligen Investitionskosten für den Kauf und Bau einer Solaranlage fallen keine weiteren Kosten für etwaige Kraftstoffe an. Lediglich Wartung, Reparaturen und Versicherungen müssen mit kleinen Beträgen eingeplant werden.

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27. Brauche ich eine Baugenehmigung?

Solaranlagen an oder auf Gebäuden können im allgemeinen ohne Baugenehmigung installiert werden, sie werden im Baugesetzbuch nicht erwähnt. Bei Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen, muss eine Genehmigung beim kommunalen Amt für Denkmalpflege beantragt werden.

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28. Was versteht man unter Dachneigung?

Auch wenn bei der Planung einer Solaranlage (beispielsweise bei einer online-Berechnung) nach der Dachneigung gefragt wird, kommt es nicht auf die Neigung des Daches, sondern auf die Neigung der Solarmodule an. Durch entsprechende Aufständerung und Halterungen können Solarmodule auch bei ungünstiger Dachneigung oder Dachausrichtung in eine geeignete Position gebracht werden.

Damit die Sonnenstrahlung bestmöglich genutzt wird, sollte sie im rechten Winkel auf das Solarmodul treffen. Der optimale Neigungs- oder Aufstellwinkel entspricht der geografischen Breite eines Ortes. (Freiburg z.B. liegt am 48. Breitengrad und Lübeck am 54. Breitengrad.) Da die Sonne im Sommer höher und im Winter tiefer steht, kommt es darauf an, in welcher Jahreszeit die Solaranlage vorwiegend genutzt werden soll. Photovoltaikanlagen z.B. bringen den besten Ertrag an den langen Tagen des Sommers. Als Faustregel für den Aufstellwinkel gilt bei Sommernutzung der Breitengrad minus 10°, für die Winternutzung der Breitengrad plus 10°.

Nicht zu verwechseln mit der Neigung ist die Ausrichtung nach Süden. In der Praxis bringen kleinere Abweichungen von der optimalen Neigung oder Ausrichtung nur eine geringfügige Ertragsminderung. Eine zeitweise Verschattung der Solarmodule beeinträchtigt den Ertrag mehr.

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29. Was ist die optimale Ausrichtung einer Solaranlage?

Im Idealfall sind Solaranlagen nach Süden ausgerichtet. Eine Solaranlage sollte nach Süden ausgerichtet sein, muss aber nicht unbedingt exakt in Südrichtung montiert werden. Auch wenn Sonnenmodule auf einem Dach montiert werden, das bis zu 40° von der Südausrichtung abweicht, führt dies nur zu geringen Einbußen. Die Module können auch im Bereich von 20° bis 60° geneigt sein, ohne dass dies erheblichen Einfluss haben muss. Kleinere Neigungswinkel erhöhen die Energieausbeute im Sommer, bei größeren Neigungswinkeln ist die Ausbeute im Winter höher. Da für netzgekoppelte Anlagen in erster Linie der Jahresertrag entscheidend ist, hilft hier unser Fachberater.

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